Über Jahrzehnte haben die Einwohner der Stadt den Rücken gekehrt, um Ruhe und Geborgenheit in anonymen Einfamilien- und Reihenhaussiedlungen zu suchen. In dieser Entwicklung haben beide verloren: Das Umland wurde zersiedelt, die Stadt geschwächt. Heute bemerken wir in der zunehmenden Verwahrlosung der Innenstädte die Folgen dieser Entwicklung. Die Stadt befindet sich in einer Krise, auch wenn einige wieder eine Renaissance der Städte festgestellt haben wollen.
Sicher ist nur, dass sich Planung und Entwicklung der Stadt ändern müssen – und zwar heute. Die gängige Praxis einer auf Zukunft und Wachstum ausgerichteten Planung muss unter den Vorzeichen von demografischem Wandel und Schrumpfung möglichst schnell neue Leitbilder und Konzepte suchen. Dazu sind Ansätze notwendig, wie sie der Architekturkritiker Wolfgang Kil formuliert: „Statt für ein gegebenes Programm einen Raum zu entwerfen, geht es um das Programmieren von Räumen“. .......................................................................................................................................... |